Schneckenhaus

Vom Schneckenhaus zum Känguru Dieses Bild erzählt eine lange Geschichte. Sie begann mit einem grausamen Ereignis und zeigt eine lange Entwicklung hin zum Leben und zu Träumen. Der Schmerz, den Blutstropfen und Tränen zeigen, wurde verursacht durch den Mord an einer jungen Freundin, geschehen im Frühsommer 1998. Es blieb nicht die einzige schlimme Erfahrung in jenem Jahr und so verschloss ich mich immer mehr in meinem Schneckenhaus. Ich begann es mit Mustern zu verschönern, ließ aber auch zu meinem Schutz lange Stacheln daraus hervor wachsen, deren Zwischenräume sich mit neuem Leben füllten. Zunächst spielte sich mein Leben mehr im Schutze der Nacht ab, was Nachthimmel und Eule verdeutlichen. Ich sammelte in jener Zeit viel Wissen an, spann neue Netze wie die Spinne zeigt, beobachtete Umgebung und Natur aufmerksam wie ein Luchs, ließ meiner Fantasie langsam Flügel wachsen, so zart wie die des Schmetterlings, grub verborgene Wünsche aus, zu denen der Traum gehört Australien kennen zu lernen. Diesen Traum hatte auch, wie ich später erfuhr, jene zu Tode gebrachte Freundin, die so reif war für ihr junges Alter.